Am 23. Juni feiern die Dänen das Fest "Sankt Hans Aften" mit einem großen Feuer (Sankt-Hans bål).
Der Brauch kam im 19. Jahrhundert aus Deutschland und soll symbolisch böse Geister und Kräfte abschrecken.
Oftmals wurde in früheren Zeiten eine Strohhexe mit Besen verbrannt, doch verzichten heute die meisten Feste auf diese Symbolik,
da es Erinnerungen an die dunklen Zeiten der Hexenverbrennungen hervorruft. Denn die beispielhafte Verbrennung einer Hexe
auf einem Scheiterhaufen, welche dann zurück auf den Blocksberg (Brocken im Harz) geschickt wird, zeugt von einem
weiteren unrühmlichen Kapitel in der Menschheitsgeschichte.
So wird heutzutage vielerorts in Dänemark dieses mittsommerliche Fest zum Anlass genommen, zu den lodernden Flammen
gemütlich in den Abend hinein zu picknicken, beisammen zu sitzen und einfach eine gute Zeit miteinander zu haben.
Besonders in Nordjütland, wo an den Stränden auch bei Trockenheit kaum die Gefahr vom Übergreifen der
Flammen besteht, fallen diese Strandfeuer dann auch schon mal etwas größer aus.
Meine Fotografien entstanden an einem Strand an der Jammerbucht, in der Nähe des Ortes Thorup Strand,
unweit vom Landeplatz der Fischerboote entfernt.