Andreas Feininger (*27.12.1906 †18.02.1999)
Wie kaum ein anderer lebte Andreas Feininger für die Fotografie. Seine Fotografien sind nicht nur weltbekannt, sie sind Klassiker der Fotogeschichte.
Er zeigt uns bis heute, was Fotografie ist, was sie bedeutet, und wie sie funktioniert. Seine Erfahrungen und sein Wissen behielt er nie für sich
und bewirkte dadurch, dass Generationen von Fotografen zu ebensolchen wurden.
Unvergessen bleiben seine Fotografien von Stockholm, Paris und New York, die Darstellung der Natur, die er so sehr liebte, darunter Bilder von Muscheln und Steinen,
die er als Monumente mit teilweise selbstoptimierten Aufnahmegeräten abzulichten vermochte. Sechzig Jahre lang hat er sich mit dem technischen
und vor allem künsterlischen Spektrum der Fotografie auseinander gesetzt.
Andreas Feininger war ein entdeckender Vorreiter, ein exzellenter Lehrmeister und ein weltweit vielbeachtetes Vorbild.
"Ich glaube, dass ein kreativer Fotograf den Mut haben muss, seinen eigenen Weg zu gehen, egal wie unorthodox dieser ist oder wie sehr er den gegenwärtigen Tabus entgegensteht.
Ich selbst bin als romantisch, abgehoben, effekthascherisch, als ein Fälscher und als arrogant bezeichnet worden...das ist mir egal.
Nur wenn ich mich von den abträglichen Gesetzen frei fühle, kann ich Fotografien produzieren, auf die ich stolz sein kann..."
Andreas Feininger, New York, April 1993
Meine Fotografie im Stile Feiningers widme ich ehrfürchtig diesem großartigen Fotografen.
Bordwand eines Fährschiffes in Cuxhaven
In Erinnerung an den Maler und Bildhauer Ives Klein, welcher 1960 ein von ihm entwickeltes Blau als Farbe beim französischen Patentamt anmeldete.
(International Klein Blu - IKB 191)
Bereits 1957 präsentierte er in seiner Ausstellung "Monochrome epoca blu" ein gerahmtes Werk mit dem Titel "Blue",
welches über die gesamte Bildfläche nur diese Farbe Blau enthielt.
Im Laufe seines kurzen Lebens stellte er auch einige Reliefs her, die allein in seinem IKB 191 ausgeführt waren.
Ein solches hängt beispielsweise im Musiktheater Gelsenkirchen.
Ives Klein starb 1962 im Alter von nur 34 Jahren in Paris.
Zwei Wirbel einer Zither mit aufgezogenen Stahlsaiten
Im Jahre 1949 entstand nach einem Drehbuch von Graham Greene der in Schwarzweiß gedrehte Filmklassiker "Der dritte Mann" (The Third Man).
Die darin geschilderte Geschichte spielt im Wien nach dem zweiten Weltkrieg und erzählt die Geschichte des amerikanischen Autors Holly Martins,
welcher dort auf die Suche nach seinem Freund Harry Lime geht. Dieser Harry Lime soll angeblich bei einem Autounfall ums Leben gekommen sein,
doch es verdichten sich die Indizien, dass an der Geschichte etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen sein muss. So stößt Holly Martins immer mehr auf Hinweise,
dass sein Freund Harry Lime in dunkle kriminelle Geschäfte verwickelt war. Martins lässt nicht locker und versucht, den wahren Ereignissen auf den Grund zu gehen
So jagt der Film über weite Strecken dem Phantom dieses Harry Lime nach. Die Magie dieses Film noir wird maßgeblich auch durch die berühmte Filmmusik des Zithervirtuosen Anton Karas getragen, der einen wahren Ohrwurm dafür komponierte.
Entdeckt hatte ihn zuvor der Filmregisseur Carol Reed, der so ein Instrument, die Zither, bis dahin weder gesehen, noch gehört hatte.
Er überredete Anton Karas, die Musik für den Film "Der dritte Mann" zu komponieren und einzuspielen.
Heraus gekommen ist ein filmisches Meisterwerk, dass durch die expressionistischen Licht- und Kameraperspektiven und die magische Musik des Harry-Lime-Themas auch heute nichts an Faszination eingebüßt hat.
Darsteller: Joseph Cotton (Holly Martins)
Alida Valli (Anna Schmidt)
Trevor Howard (Major Calloway)
Orson Welles (Harry Lime)
Regie: Carol Reed
Drehbuch: Graham Greene
Musik: Anton Karas
Kamera: Robert Krasker
Erscheinungsjahr 1949, Spiellänge 104 min., Produktion durch London Film Production, FSK 12, im Handel auf DVD und Bluray erhältlich.
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