Lyrik und Satire

Diese neue Rubrik beinhaltet Texte, welche mir, von unterschiedlichen Eindrücken, Begegnungen und Lebenssittuationen angetrieben, der Verarbeitung wert waren. Obschon es nicht immer so ausschaut, rechne ich hier, wie auch schon unter "Fotografie und Lyrik", mit mir selber ab, indem ich mir den Spiegel vorhalte, was mich bewegt. Wohl wissend, dass ich hier nicht etwas Besonderes bin, sondern das viele Menschen ihre Erfahrungen irgendwie verarbeiten. Dabei gibt es häufig Begebenheiten von hohem Wiedererkennungswert, auf welche Art auch immer.

Wolken

Die endlose Vielfalt der Lüfte - sie hauchen dem Himmel Leben ein. Zart und zaghaft heute, wild und gewaltig morgen, majestätisch und gewaltig am Folgtag. Wolken sind Beherrscher und Begleiter, aber nie einerlei.

Das Bild

Wer hat nicht schon mal in alten Kartons und Dachbodenfunden gestöbert und dabei den Flair der Vergangenheit erfahren. Die muffige  Luft, die aus alten Dokumenten oder Bildern aufsteigt und uns daran erinnert, das es auch eine Zeit  vor der unseren gab. Manchmal sind uns alte Geschichten daraus zugetragen worden, aber immer wieder gibt es auch Dinge, die für alle Zeit ihr Geheimnis bewahren. Auf so ein Bild stieß ich beim Sichten alter Familienfotos. Lediglich eine kleine Notiz auf der Rückseite und das Wissen,  um wen es sich auf dem Bild handelt, sind mir bekannt. Weitere Erkenntnisse werden mir wohl  für immer verschlossen bleiben. Das inspirierte mich, Gedanken und Empfinden dazu festzuhalten und so dem Bild etwas Substanz zuteil werden zu lassen. Das Bild

Februareis

Eine eisige Wetterkapriole im Februar 2021: Während eines ergiebigen Regens überkam das Land eine schockartige Kältewelle. Innerhalb von 48 Stunden fiel das Thermometer im Sauerland von +6 Grad auf -9,2 Grad und überzog das Land mit einer dicken eisigen Hülle. Besonders die Pflanzenwelt präsentierte sich unter diesem Eiskleid in bizarrer Schönheit,  die von fremd bis abstrakt alle Facetten zu bieten hatte. Mir blieb durch die extreme Glätte jedoch nur der Weg durch den heimischen Garten. Aber selbst dort gab es reichlich zu entdecken unter dem Februareis.

Januarwald

2021. Ein Waldgebiet Sauerland: Dort, wo man die Natur sich ihrer Selbstverwaltung überlassen hat, schafft sie uns auch im ungemütlichen Januar noch einzigartige Einblicke in das Leben. Lassen sie sich durch meine Fotografien inspirieren, den winterlichen Wald als lebenden Teil des Gesamtkunstwerks Natur wahrzunehmen. Er ist genauso präsent wie in anderen Jahreszeiten, vielleicht ein wenig leiser und zurückhaltender, aber immer noch großartig! Januarwald

Insel Rügen

Sie ist eine Insel der Gegensätze. Die oftmals touristisch überlaufenden Ostseebäder im östlichen Teil der Insel täuschen über ihre wahren Qualitäten hinweg. Die Ursprünglichkeit ist ihr wahrer Schatz, den ich auf dem Mountainbike auf über 300 Km erkunden durfte. Meine Fotografien dazu sind an dieser Stelle meiner Homepage zu finden.

Die Berufung

Die wahre Geschichte des Sanitäters Desmond T.Doss, welchem 1945 in der Schlacht um die pazifische Insel Okinawa eine bedeutende Rolle zuteil wurde, hat mich tief bewegt. Dabei sind seine Handlungen während der amerikanischen Offensive, die mehrfach von den Japanern zurück geschlagen wurde, sicherlich die offensichtlich hervorstechenden. Wer jedoch die Ganzheit seines Lebens betrachtet, findet dort eine mindestens genauso beeindruckende, wie wichtige Person in der Krankenschwester Dorothy Schutte. Beide verband eine tiefe Liebe zueinander, welche nicht nur den Krieg überdauerte, sondern während dessen starken Prüfungen ausgesetzt war. Doch ihre Herzen brannten füreinander stark genug, um diese Schreckenszeit zu überstehen.

Unter der Regie von US-Schauspieler Mel Gibson wurde dieser Geschichte mit dem Kinofilm "Hacksaw Ridge" ein wahres Denkmal gesetzt. Hervorzuheben ist daran, dass die Rolle der Dorothy Schutte, wunderbar und einzigartig verkörpert durch die Australierin Theresa Palmer,  einen so starken magischen Effekt hat, dass der Zuschauer die gesamten, recht schonungslos dargestellten Kriegshandlungen, durchhält.

Mich hat die Geschichte des Desmond Doss, sein Antrieb, der Spielfilm und nicht zuletzt die darin agierende Theresa Palmer, ohne die ich mir den Film gar nicht mehr vorstellen könnte, dermaßen bewegt, dass ich dieses in lyrischer Form noch einmal verarbeiten musste. Hier also mein kleines Epos aus der Sicht des Hauptakteurs: Die Berufung des Sanitäters Desmond Doss

 

 

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