Remember

 

Die verlustreichen Gefechte am „Omaha Beach" bei Colleville-sur-Mer hätten um ein Haar zum Scheitern der Landung der alliierten Streitkräfte in der Normandie geführt. Mehr als 3.000 Männer der Landungstruppen ließen hier am D-Day (6. Juni 1944) ihr Leben. Seither trägt der Strand den Beinamen „Bloody Omaha" (blutiger Omaha). Wer sich diesem unendlich lang erscheinenden Strand, gesäumt von den Gemeinden Vierville-sur-Mer, St.-Laurent-sur-Mer und Colleville-sur-Mer, nähert, vermag sich ein genaueres Bild von den Ereignissen des 6. Juni 1944 zu machen. Viele der Soldaten, die den Blutzoll für die Befreiung Frankreichs und Europas von der Naziherrschaft zahlten, ruhen nun auf dem 1956 eingeweihten amerikanischen Soldatenfriedhof von Colleville-sur-Mer, nordwestlich von Bayeux. Der 9387 Gräber umfassende Friedhof wurde noch während der Kämpfe, am 8. Juni 1944 von der US First Army angelegt und ist heute der einzige amerikanische Friedhof des Zweiten Weltkriegs auf europäischem Boden. (Dieser Ort der letzten Ruhestätte wurde den Vereinigten Staaten vom französischen Staat für immer überlassen)

Als ich 2008 erstmals diese Grabstätte besuchte und sich die unzähligen grellweißen Marmorkreuze durch meine Augen in Herz und Hirn einbrannten wurde mir bewusst, dass es wohl kein größeres Leid gibt als das, was Menschen den Menschen antun können.