Oase

Du Oase für meine geplagte Seele

Lässt mich aufblüh’n in deiner Ruh

 Holst zurück mich aus dem Alltag im Nu

als wär' ich dort nimmer gewesen.

Blick‘ in dein Antlitz aus tausend Grün,

liegst mir zu Füssen in deiner Pracht.

Bin deinem Reichtum so nah gebracht,

du Frieden in des Sommers Blüh‘n.

 

Birgst die Behausung für manches Getier

Flora und Fauna leben die Partnerschaft.

Erschaffen bist du mit bedacht,

ein schönes Stück Heimat bist du mir.

Ein weißer Ara aus künstlichem Stein

unterbricht elegant das grüne Meer.

Sein fröhlicher Blick geht mit meinem einher,

ich weile beschattet in diesem Sein.

 

Der Brunnen im Eck plätschert leis‘ vor sich hin,

das Wasser rinnt über seine Kaskaden,

mein Auge erblickt einen Vogel beim Bade,

 dabei spüre ich, wie glücklich ich bin.

Da drüben sitzt der steinerne, weiße Wolf.

Mit seinem einzig verbliebenen Ohr,

lauscht er mit mir dem zwitschernden Chor

der laut musizierend die Bäume erfüllt.

 

Und doch treibt’s mich immer hinaus in die Welt,

 es gibt noch so viel im Leben zu sehen,

 zu dir werd‘ ich doch immer wiederkehren,

deinen Reichtum gibt es nirgens für Geld.