Nach Sternen Greifen

Wir folgen den Sternen und Milchstrassenflecken,

vergessen unser selbst mit jedem Lichtjahr,

suchen des Lebens tiefen Sinn zu entdecken,

eine höhere Sphäre, doch unserer sehr nah.

 

In der weiten Schwärze, was werden wir finden,

hinter all dem ganzen unendlichen All,

werden wir letztlich im Walhalla noch enden,

oder treffen wir auf einen zweiten Erdenball?

Wesen entdecken, die eine fremde Welt geebnet,

und noch vielmehr beständiger sind zugleich,

bereits anderem gelerntem Wissen begegnend

an Sinn und Verstand so überaus reich.

Vielleicht ist es verklärend und schrecklich anders,

als unser kleines Hirn je erträumt und gedacht?

Treten hinein in das mächtige Reich eines Feindes,

der schon lang uns entdeckt hat und über uns lacht.

Wäre ihm zu begegnen ein wertvolles Gut?

Kann die Welt Grenzen vergessend sich einen?

Würden alle Länder gemeinsam mit Kraft und Mut

dann wie eine einzige Streitmacht erscheinen?

Oder suchen wir in Ferne den Ursprung der Zeit,

dessen Rad zu Drehen das Gewissen betäubt?

Sind wir für dieses Auffinden wirklich  bereit?

Wo doch unser eigenes Vergehen schon dräut.

 

Ist des Universums Ende ein neuer Beginn

und somit die Antwort nach des Menschen Streben?

Oder stecken wir am Ende schon mittendrin, 

und der Preis der Erkenntnis ist der Erde Leben?

Entdecken wir dort unserer Albräume Zelle?

Den Ursprung unseres wahrhaftigen Seins?

Sind wir das Alien und des Bösen Geselle,

beweisen der Fremde unser Erbe des Kain.

 

Sind wir wie Geister, dem eigenen Ruf gefolgt,

und werden diesen Fluch nun nicht mehr los?

Finden die Unendlichkeit vor voll eigener Schuld,

winseln um Vergebung, doch die Galaxie ist zu groß.

Unser Eintritt in des  Mondes grauen Staub,

verblasst ob des krankhaften Menschenkerns,

zu begehren, was man nicht besitzen kann,

unfähig der Heilung des eigenen Sterns.

 

Für endliche Kreaturen gibt es die Ewigkeit nicht,

ihr Hochmut brachte sie schon häufig zu Fall.

Sitzen lang selbst schon über sich zu Gericht,

flüchten Heil suchend ins ewige All.